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der chinesischen Medizin
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15.06.2018

Wissenswertes aus der chinesischen Diagnostik für die Tierheilung - Kapitel 1: Die allgemeine Qi-Schwäche

Qi Chinese Medicine Acupuncture

Leidet Ihr tierischer Begleiter an folgender Symptomatik:

  • Antriebslosigkeit,
  • Müdigkeit,
  • Schwäche,
  • Infektanfälligkeit,
  • schnelles Hecheln/Schwitzen bei geringer Anstrengung.

Dann lautet die chinesische Diagnostik: „allgemeine Qi-Schwäche“.

Was ist eigentlich Qi?

Das Qi (gesprochen: tschi) ist eine Form der Energie, welches durch den Körper fließt. Es ist der Antriebsmotor aller körperlichen Aktivitäten. Das erklärt auch, warum es bei einer Qi-Schwäche zu den oben genannten Symptomen wie Schwäche und Antriebslosigkeit kommt.

Was hat die Infektanfälligkeit damit zu tun?

In der TCM existieren verschiedene Formen von Qi, unter anderem das Abwehr-Qi. Das Abwehr-Qi legt sich wie eine Schutzhülle über die gesamte Körperoberfläche. Diese Schutzhülle verhindert, dass pathogene Faktoren in das Körperinnere eindringen können.

In der chinesischen Medizin sind pathogene Faktoren: Kälte, Wind, Hitze oder Trockenheit. Aber letztendlich sind diese pathogenen Faktoren mit unseren bekannten Erregern wie Viren oder pathogene Bakterien gleich zu setzen.

Nun können Sie sich sicherlich erklären, warum das Symptom der Infektanfälligkeit bei einer Qi-Schwäche zustande kommt.

Bleibt noch das Symptom des schnellen Schwitzens/Hechelns bei geringer Belastung.

Besonders Hunde-/ Pferdebesitzern ist dieses Symptom sicherlich schon untergekommen. Auch hier ist das Wei-Qi wieder der Schlüsselfaktor, denn das Wei-Qi soll nicht nur die Körperoberfläche vor pathogene Faktoren beschützen, es soll auch wertvolle Körperflüssigkeiten daran hindern den Körper leichtfertig zu verlassen. Denn Schweiß ist mit seinen hohen Elektrolyten sehr wichtig für den Körper und ein zu schnelles und hohes Austreten dieser Flüssigkeit führt zu Folgeerkrankungen.

Wie wird ein allgemeiner Qi-Mangel behandelt?

Hier ist ganz klar die Antwort:

Akupunktur sowie chinesische Arzneimittel!

Bei den chinesischen Arzneimitteln ist vor allem Ren Shen (Ginseng) der stärkste Qi-Stärker. Allerdings wird Ren Shen nicht allein verabreicht, denn oft liegen schon fortgeschrittenere oder gar ganz andere Symptome außerhalb eines Qi-Mangels vor (z.B. eines Blutmangels). Hier wird ganz individuell eine Rezeptur im Zuge der Erstanamnese erstellt und verordnet.

Auch bei den Akupunkturpunkten existieren eine Mengel Qi-Stärker, welche bei einer Qi-Schwäche Anwendung finden.

Wie entsteht eigentlich das Qi?

Qi wird aus der Nahrung sowie aus der Luft entnommen und in der Milz sowie der Lunge in körpereigenes Qi umgewandelt.

Wie beuge ich einen Qi-Mangel bei meinem Tier oder bei mir selbst vor?

Der Gelbe Kaiser (ein Kaiser zu Beginn der chinesischen Kultur), hat in seinem Werk, das „Huang di Nei jing“ (ein Buch über die Gesunderhaltung)

im Allgemeinen geschrieben, dass durch eine gesunde Ernährung (wenig  fettige, zucker- und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel) sowie angemessene Bewegung in der Natur, zum größten Teil ein Qi Mangel vorgebeugt werden kann.

Soweit zum Basis-Überblick über den allgemeinen Qi-Mangel. Leider liegt ein allgemeiner Qi-Mangel selten im Einzelnen vor, denn jedes Organ ist auf Qi angewiesen und meistens bestehen auch Symptomatiken im Bereich des betroffenen Organs.

In den nächsten Wochen/Monaten werde ich zu jeder Pathologie einen kurzen und informativen Artikel verfassen und ich würde mich freuen, wenn ich damit interessierten Tierbesitzern die Welt der chinesischen Pathologie ein Stück weit näher bringen kann.

Wie geht es weiter?

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Artikel geben:

Formen der Qi-Schwäche:

Ich freue mich darauf, denn die chinesische Medizin ist großartig! Vielleicht kann ich den Ein oder anderen mit in den Bann ziehen, ich würde mich sehr darüber freuen.

Ihre Tierheilpraktikerin

Jennifer Spengler